Search
   Search
Deutsch
Informationsmaterial
Beschreibung der Ausstellung
Languages  >>  Deutsch  >>  Beschreibung der Ausstellung


Die Ausstellung
Das Herzl Museum bietet eine empirische Begegnung mit Theodor Herzl und seiner zionistischen Vision. Während des Rundganges begleiten wir Herzl zu den wichtigsten Meilensteinen seines Lebens und führen einen ständigen Dialog mit der Welt von Gestern und unserer heutigen, modernen Realität.

Audio-visuelle Leinwände präsentieren Episoden aus Herzls Leben, durchflochten mit Dokumenten und Originalfotos.

Um Herzls schriftstellerische Brillianz zu ehren und seine Versuche als Verfasser von Theaterstücken anzuerkennen, wird die Geschichte des Visionärs des jüdischen Staates und der zionistischen Bewegung in einer theatralischen Spielhandlung dargestellt, die die Ausstellung begleitet. Der Film handelt von der Besetzung der Rolle Herzls mit einem jungen Schauspieler (Lior Michaeli) durch den bekannten israelischen Regisseur Micha Levinson. Levinson fordert den Schauspieler auf, sich mit der Persönlichkeit des Visionärs des jüdischen Staates vertraut zu machen, damit er Herzl eindrucksvoller und realistischer verkörpern kann.

"Wer muss denn spielen?", fragt sich Michaeli am Anfang. "Um Herzl zu sein, brauche ich nur einen Bart und einen Balkon!" Aber der Regisseur macht ihm klar, wenn er in Herzls Fußstapfen treten will, muss er das Konzept, die Idee und die Vision der Gründers des Zionismus verstehen.

Während des Filmes schliessen wir uns der Reise des Schauspielers an, um die Figur, die er darstellen soll, herauszukristallisieren. Langsam lernt er Herzls Welt kennen, die sozialen Muster seiner Zeit, seine tiefsten Gefühle, die Kraft seiner Prinizpien und die Bestimmtheit, mit der er handelte. Gemeinsam mit dem Schauspieler erhalten wir eine intime Sicht des Visionärs des jüdischen Staates und beobachen einen faszinierenden Dialog zwischen dem "wirklichen Herzl" der Vergangenheit und dem "fiktiven Herzl" von heute.

Das Museum ist in vier Räume aufgeteilt, in denen die Veränderungen beschrieben werden, die Herzl Zeit seines Lebens erfuhr. Am Anfang stehen die frühen Jahre eines großbürgerlichen Europäers, der seinem österreichisch-ungarischen Erbe und der Wiener Kultur des 19. Jahrhunderts treu ist. Im weiteren Verlauf des Besuches sehen wir uns dem erfahrenen und weltklugen Staatsmann gegenüber, der sein Leben der Erfüllung seiner Vision von einem unabhängigen, jüdischen Staat in Erez Israel widmet.

Die vier Räume der Ausstellung skizzieren die Veränderungen in Herzls Leben.

Erster Ausstellungsraum - Herzls Weg zum Zionismus
Im ersten Raum werden wir mit dem Schauspieler Zeugen eines antisemitischen Zwischenfalls in einem Wiener Kaffeehaus im 19. Jahrhundert. Später beobachten wir den Dreyfus Prozess und erleben die schockierende Degradierung des jüdischen Offiziers, als ihm sein militärischer Rang von der Uniform gerissen und sein Schwert entzwei gebrochen wurde, während der zornige Mob skandierte: "Tod den Juden!"
Der Dreyfus Prozess hatte ungeheuren Einfluss auf Herzl. Wir werden versuchen, seine komplexen Gefühle zu verstehen. Wir werden sein Bekenntnis zu seinen jüdischen Brüdern teilen, die unter schrecklichen Pogromen, wiederholten Beleidigungen und wachsender Frustration litten. Auf diese Weise werden wir die Umstände verstehen, die Herzl zur Niederschrift seines berühmten Buches "Der Judenstaat" führten. Wir werden die Tatsachen erfahren, die ihn zu diesen schwierigen Bemühungen um sein Volk veranlassten und ihn die zionistische Bewegung gründen ließen, in der Hoffnung, eine dauerhafte Lösung für das jüdische Leiden zu garantieren und einen Ausweg aus dem Problem des Antisemitismus zu finden.

Zweiter Ausstellungsraum - Herzls Verbindung mit der zionistischen Politik
Dieser Raum wurde dem Saal nachempfunden, in dem die zionistischen Kongresse in Basel stattfanden, der erste Kongress trat im Jahr 1897 zusammen. Ein qualifiziertes Team von Fachleuten arbeitete drei Jahre daran, das Originalauditorium nachzubauen, wobei auf das kleinste Detail größtes Augenmerk gelegt wurde.In dieser Abteilung erleben wir die Vorbereitungen zum ersten zionistischen Kongress, wir spüren die Aufregung der Teilnehmer - vor allem Herzls. Wir lernen über die folgenden Kongresse, die zu Herzls Lebzeiten in Basel abgehalten wurden, und über die verschiedenen Themen und Dispute, die sie begleiteten.
Außerdem hören wir über Herzls diplomatische Bemühungen um einen internationalen Charter für die Errichtung eines jüdischen Staates. Wenn wir ihn auf seinen Reisen nach Erez Israel und durch ganz Europa begleiten, treffen wir die Staatsoberhäupter seiner Zeit, wie den deutschen Kaiser, den türkischen Sultan oder den britischen Kolonialminister Joseph Chamberlain.

Dritter Ausstellungsraum - Herzls Arbeitszimmer
Wir haben jetzt Herzls Arbeitszimmer betreten. Die Einrichtungsgegenstände dieses Arbeitszimmers, darunter der Schreibtisch, an dem Herzl den "Judenstaat" schrieb, wurden einem langwierigen Renovierungsprozess unterzogen, um den ursprünglichen Charakter des Zimmers zu bewahren. Hier werden auch Gegenstände aus Herzls persönlichem Eigentum ausgestellt - Tagebücher, Urkunden und Fotos, Ansichtskarten, die er verschickte, Schreibutensilien und sogar sein Zigarettenetui.
In diesem Raum bleiben wir während seiner letzten Minuten an der Seite Theodor Herzls . Wir erfahren über seinen tragischen Tod im Alter von nur 44 Jahren, und wir sehen einen bewegenden Film über die Überführung seiner sterblichen Überreste zur Bestattung in Israel.

Vierter Ausstellungsraum - Der Staat Israel im Gegensatz zu "Altneuland"
"Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen", schrieb Herzl, als er von einem unabhängigen jüdischen Staat träumte, was damals als schwierig und lächerlich, wenn nicht sogar unmöglich galt. Jetzt, mehr als 100 Jahre nach seinem Tod, sitzen wir im letzten Raum des Museums und sehen, wie der Schauspieler, der sich vor unseren Augen mehr und mehr in die Rolle Herzls schlüpfte, vor einer eindrucksvollen Panoramaleinwand steht und auf der einen Seite auf die Errungenschaften des jüdischen Staates und auf der anderen Seite auf die Schwierigkeiten blickt, die Teil unseres Lebens im jüdischen Staat sind.

" Wenn ihr es aber nicht wollt, so ist es und bleibt es ein Märchen."
Wir verlassen diesen Raum nachdenklich über unsere Zukunft.
Wie bewahren wir Herzls Vermächtnis in unseren Tagen?
Welche Werte wollen wir fördern?
Was haben wir erreicht und welche Herausforderungen liegen noch vor uns?
Wie werden wir uns ihnen stellen?

Auch nach dem Film ist es nicht vorbei, es ist nur das "Ende". Die Besucher sind eingeladen, diese Fragen am Schluss ihres Besuches im Museum in den verschiedenen Workshops und Touren, die das Herzl Zentrum bietet, zu diskutieren.

created by  
  Home | Site Map | Contact Us